NEUIGKEIT

Neues Krankheitsbild an Rosskastanie

An Rosskastanien ist vor allem an Rotblühenden Rosskastanien (Aesculus x carnea) und (Aesculus x carnea 'Briotii') in diesem Winter ein neues Krankheitsbild aufgetreten. An mehreren Standorten in Nordwestdeutschland zeigen sich auffallend viele Pilzfruchtkörper des Austernseitlings (Pleurotus ostreatus), des Gemeinen Samtfußrüblings (Flammulina velutipes) und des Krausen Adernzählings (Plicatura crispa) an Stämmlingen und am Stamm. An einigen Standorten kam es durch den Pilzbefall und den daraus resultierenden Holzabbau zu Astabbrüchen. Offenbar ist die Bruchsicherheit der Bäume hierdurch stark beeinträchtigt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind an Stämmlingen bzw. Stämmen mit abgestorbener Rinde die o. g. holzzerstörenden Pilze in diesen Fällen Sekundärschädlinge. Die Ursache hierfür ist noch nicht abschließend geklärt. Vermutlich handelt es sich um eine Schädigung durch die Pseudomonas-Rindenkrankheit (Pseudomonas syringae pv. aesculi) und/oder durch die Phytophthora-Krankheit. Das Institut für Baumpflege arbeitet bereits mit mehreren Forschungseinrichtungen in Deutschland zusammen, um diese „neue“ Krankheit zu untersuchen.

Pilzfruchtkörper des Gemeinen Samtfußrüblings (Flammulina velutipes) an einer Rotblühenden Rosskastanie

 

vom 25.01.2012